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Poesie bei Nacht

Sofia D. Leiby
Sophie Gogl
Patricio Lima Quintana
Andrea Romano
Florian Schlessmann
Linda Semadeni
Shade Théret
Alex Turgeon
Peter Wächtler
Angharad Williams
Ian Wooldridge
Alison Yip
Jiajia Zhang

Für viele Künstlerinnen und Künstler, deren schöpferischer Schwerpunkt in einem bildnerischen Medium behaftet ist, stellt die Beschäftigung mit Lyrik einen wichtigen Bestandteil ihrer Recherche dar. Nicht selten entstehen in ihrem Schaffensprozess neben Artist Statements, Konzeptbeschreibungen oder Skripts zu Performances und Videoarbeiten eigene Gedichte und lyrische Texte. Oft bleiben diese Texte jedoch zwischen den Seiten eines Notizbuchs oder in den Ordnern ihrer Computer verborgen. Diese Gedichte sind eine integrale Komponente ihres künstlerischen Prozesses und bilden häufig die Grundlage für eine spätere Umsetzung in einer anderen Kunstform oder werden Teil eines Kunstwerks.

Poesie bei Nacht ist eine Plattform für «Para-Poesie» von Künstler:innen, deren poetisches Schaffen nicht unbedingt in ihrer üblichen Praxis sichtbar ist, um diese Stücke als eigenständige Poesie ernst zu nehmen und damit auch den kreativen Prozess der Kunstschaffenden zu beleuchten. Ziel des Projekts ist, diesen literarischen Werken einen autonomen künstlerischen Stellenwert einzuräumen und damit auch ein Licht auf die Arbeitsweise und erweiterte Rechercheformen von Künstlerinnen und Künstlern zu werfen. Die Teilnehmenden sind jeweils mit einem Kunstwerk vertreten, um eine Rückbindung an ihren künstlerischen Schwerpunkt anzubieten und eine Verbindung zwischen Schreiben und visueller Praxis herzustellen.

Veranstaltungsort: Kunsthalle Zürich, Ebene A
Limmatstrasse 270, 8005 Zürich

10.03.2022
Seggs & Unalive – Ian Wooldridge

07.04.2022
Pigeonaire Suite – Sofia Defino Leiby und Jiajia Zhang

21.04.2022
Florian Schlessmann und Angharad Williams

05.05.2022
Figures of Doubt in General – Andrea Romano und Alison Yip

12.05.2022
Territorium and Pissing – Sophie Gogl, Linda Semadeni und Shade Théret

19.05.2022
Mean Time – Patricio Lima Quintana und Peter Wächtler

17.11.2022
Alex Turgeon

Das Format wird grosszügig unterstützt von der Stiftung Anne-Marie Schindler

Foto: E. Sommer

Backrooms

Ein kurzes Tuscheln hinter der Hand, ein ausgehecktes Vorhaben, ein peinlicher Ausrutscher, ein unverhoffter guter Gedanke, sie passieren in den Zwischenräumen, Gängen und kurzen Interaktionen auf dem Weg zu einer anderen Handlung. In diesen liminalen Räumen, die ebenso Orte wie Zustände beschreiben können, entstehen entrückte Zonen mit psychologischen und sozialem Schwellencharakter. Sie sind Randgebiete von mehrdeutiger Schwebe, die Hintertüren und ungezwungene Freiräume offen lassen und so Potenzial zum Ausprobieren aber auch zum Scheitern haben. 

Unter dem Titel Backrooms findet ein Programm von Veranstaltungen, Lesungen, Performances, Screenings, Konzerten und weiteren künstlerischen Formaten unter der Planung von Otto Bonnen statt. Das Löwenbräukunst bietet verschiedene architektonische und soziale Räume, denen sich Backrooms annehmen möchte. Versteckte Freiflächen und informelle Séparées liefern dabei ebenso physische und strukturelle Räume wie ausgreifende Kollaborationen mit Kollektiven oder ausserinstitutionellen Orten.

Das Programm befindet sich in Entwicklung und wird stetig erweitert.

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