In Zusammenarbeit
mit dem amerikanischen Künstler John Kelsey realisiert die Kunsthalle
Zürich im 2007 ein Ganzjahresprojekt, das um das kollektive oder
kollaborative Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern kreist.
Unter dem Titel "How to cook a Wolf", der einem Buchtitel der
amerikanischen Schriftstellerin M.F.K. Fisher entlehnt ist, werden in
zeitlich loser Folge über das ganze Jahr Projekte vorgestellt, Texte
veröffentlicht, und es finden performative Veranstaltungen und Filmscreenings
statt.
Künstlerkollektive, Künstlergruppen, Künstlerkollaborationen
ziehen sich als Konstante durch die Kunstgeschichte. Auffallend jedoch
ist, dass gerade jetzt - in einem aussergewöhnlich erfolgreichen Umfeld
von zeitgenössischer Kunst in Markt und Medien – viele Künstlerinnen
und Künstler wiederum nach Formen des fiktiven und realen Kollaborativen
suchen und sich damit autonome Aktivitätsfelder und Vertreibungsstrukturen
kreieren, die immer auch mit der Fiktionalisierung der Identität der
individuellen Künstlerin und des individuellen Künstlers zu tun
haben.
Im Rahmen von "How to cook a Wolf" in der Kunsthalle Zürich
werden unterschiedlichste Gruppen und Modelle vorgestellt. Dabei möchten
wir untersuchen, welche Bedeutung das Arbeiten in wechselnden, fiktiven,
transitorischen Gruppierungen für die Künstlerinnen und Künstler
hat; welche Strategien sie damit im Umfeld des Kunstmarktes anstreben;
welche Formen gesellschaftlicher Involviertheit sie damit entwickeln und
wie sich „Kunst” formuliert, wenn sich der ausmachbare „Autor”,
die identifizierbare „Autorin” der Rezeption, dem Markt und
dem Kunstsystem insgesamt als eindeutige Projektionsfläche entzieht.
Im Verlaufe des Jahres entsteht eine Sammlung von Essays, Texten und Materialien,
die das Projekt inhaltlich und diskursiv in einem umfassenden Reader zu
fassen versucht.
Die Kunsthalle Zürich dankt:
Präsidialdepartement
der Stadt Zürich, Luma Stiftung
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